Zunächst einmal wünsche ich Ihnen von Herzen ganz viel Zuversicht und Gesundheit in diesen schweren Tagen und hoffe, dass Sie und Ihre Umgebung sicher sind.

Verunsichert Sie das Thema rund um den Coronavirus? Haben Sie Angst, dass Ihre Katze oder Ihr Hund Überträger sein könnten? Von Ihrem Tier geht KEINE Gefahr aus, das ist erst einmal ganz wichtig! Ich bitte Sie, sich weiterhin gut um Ihr Tier zu kümmern. Die Tatsache, dass viele Tierbesitzer die Entscheidung treffen, ihr Haustier in dieser Zeit einfach ins Tierheim abzugeben, macht mich wütend. Haustiere sind Familienmitglieder und sollten genauso behandelt werden.

Denken Sie auch bitte daran, was für eine Rolle Tiere in schweren Zeiten für uns spielen. Sie sind Freunde, spenden Trost und geben Halt. Daher gehen Sie weiterhin mit Ihrem Hund raus und lassen Sie auch Ihrem Stubentiger seinen gewohnten Freigang 🙂 Falls Sie selbst in Quarantäne sind (Quarantäne bedeutet Sie dürfen Ihre “Wohneinheit”, d.h. Wohnung, Haus oder Garten, nicht verlassen) spricht nichts dagegen Hund oder Katze in den Garten zu lassen. Falls kein Garten vorhanden ist, können Sie Ihr Tier auch für die Zeit der Quarantäne an vertrauenswürdige Personen (Nachbarn/Freunde) abgeben. Stellen Sie sicher, dass diese sich gut um Ihr Tier kümmern. Die betreuende Person sollte allerdings dem Hund / der Katze Schnauze oder Mäulchen und Nase abwischen bzw. mit Wasser reinigen, um etwaige Viren der infizierten Menschen (!) wegzuputzen. Noch einmal: von Ihrem Tier geht KEINE Gefahr aus. Berichte aus China und Belgien, in denen es um infizierte Tiere geht, bleiben Einzelfälle.

Bei neuen Erkenntnissen werde ich diesen Beitrag aktualisieren. Untenstehend haben ich wichtige Links zum Nachlesen / Inspirieren aufgeführt.

18 Juni 2020
Nun sind einige Monate seit Ausbruch der Pandemie vergangen. Wir sind solidarisch zu Hause geblieben, haben Abstand gehalten, Kontakte minimiert und unsere Hände gewaschen 😊 Dies war für uns alle eine schwere Zeit und deshalb genießen wir, dass die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nach und nach gelockert werden. Welche Neuentwicklungen es für unsere Haustiere und vor allem für die Katzenbesitzer gibt, möchte ich gerne an meine Leser weitergeben.

Coronaviren kommen bei Katzen nachweislich häufig vor. Es handelt sich hierbei allerdings um das Feline Coronavirus (FCoV) und nicht um SARS-CoV-2 (bekannter als Covid-19), womit wir aktuell zu tun haben . Letzteres wurde inzwischen aber auch bei Tieren nachgewiesen. Laut der American Veterinary Medical Foundation gibt es weltweit erst drei sicher dokumentierte Infektionen bei Katzen und zwei bei Hunden. Experten gehen daher NICHT davon aus, dass die Übertragung von Tieren auf Menschen bei der Verbreitung der Pandemie eine große Rolle spielt. Es gibt auch weiterhin keine Hinweise, dass Haustiere ihre Halter anstecken. Dennoch gilt es die Lage im Blick zu haben, um auch zu beobachten wie sich das Virus an unterschiedliche Tiere anpasst. Die Erkenntnisse könnten dann womöglich auch bei der Erforschung von Heilmitteln gegen SARS-CoV-2 helfen.

Unsere Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner setzt darauf, dass es ab Juli eine einheitliche Meldepflicht für positiv auf das Coronavirus getestete Tiere geben soll. Dies gilt insbesondere für Katzen, die sich bekanntermaßen häufig infizieren. Symptome wie Niesen, Schnarchen und Atemnot sind für Katzenbesitzer nämlich von einem normalen Katzenschnupfen nicht zu unterscheiden, daher soll hier besonderes Augenmerk gelten. Wird ein Haustier positiv getestet, muss der Tierarzt die Infektion an die Veterinärbehörde melden. Die infizierten Tiere sollten dann zu Hause in Quarantäne gehalten werden, je nach Größe und Art des Tieres etwa in einem separaten Zimmer oder einem Käfig.

Bleiben Sie und Ihr Umfeld weiterhin gesund! Bei Fragen kontaktieren Sie mich gern.

Photo by Fusion Medical Animation on Unsplash

https://www.idexx.de/de/about-idexx/no-covid-19-cases-pet

https://peta50plus.de/quarantaene-hund-katze

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